Winter-Tollwood vor den Toren der Theresie

Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe, des Gebens und der Liebe. Das Tollwood, Münchner Kult(ur)-Festival seit 1988, interpretiert diese Werte auf seine Weise: Das Kulturfestival hat sich nachhaltige Teilhabe an Kultur undUmweltschutz für alle zum Ziel gesetzt. In diesem Jahr feiert das Tollwood 30.Geburtstag. Vor den Füßen der Theresie bietet sich wieder eine bunte Mischungan Künstlern, Artisten, Performances und Köstlichkeiten aus aller Welt.

„Gut geht besser!“ lautet das Motto des diesjährigen Winter-Tollwoods auf der Theresienwiese, im Herzen Münchens. Während hier vor wenigen Wochen noch Maßkrüge in die Luft gehoben und Hendl verdrückt wurden, hat mittlerweile das Münchner Kulturfestival Tollwood für Kultur und Umweltschutz dort seine hell erleuchteten Zelte aufgeschlagen. Gut – ja, das ist das Tollwood bereits in Sachen Nachhaltigkeit, aber besser – das geht immer. Und darauf möchte das aktuelle Winter-Tollwood aufmerksam machen. Einen Monat lang bis zum 23. Dezember treten internationale Performances, Artisten, Zauberkünstler zu Füßender Bavaria auf und das zu größten Teilen umsonst. Denn der Gedanke des Festivals passt in die Weihnachtszeit: Kultur ist für alle da. Daher sollen auch keine überhöhten Eintrittspreise als Hindernis für kulturelle Teilhabe im Weg stehen.  

Festivals als Umweltkiller Nr. 1

Kultur erleben und dabei trotzdem auf Umweltschutz aufmerksam machen, das ist ungewöhnlich für ein Festival. Denn normalerweise gelten Festivals als Umweltkiller Nummer 1. Bis zu 500 Tonnen Müll fabrizieren Festivalbesucher innerhalb weniger Tage. Damit das beim Tollwood nicht der Fall ist, setzen die Veranstalter darauf, Müll dort zu vermeiden, wo es nur möglich ist. Einweg-Servietten findet man auf dem ganzen Gelände nicht, Geschirr gibt es nicht aus Plastik, sondern gegen Pfand in Keramik. Und auf den Toiletten finden Besucher Erinnerungstafeln, möglichst sparsam mit Papier und Wasser umzugehen.

Rundumprogramm fußt auf drei Säulen

Das Modell des Tollwood basiert auf drei Säulen: Der Markt der Ideen gibt Kunsthandwerkern die Möglichkeit Kreatives und Selbstgemachtes auszustellen und zu verkaufen. Bio-zertifizierte Festivalgastronomie, die Gerichte aus allerWelt anbietet, sorgt bei Food-Liebhabern für Gaumenschmäuse und ein buntes Kulturprogramm für Groß und Klein rundet das Gesamtpaket ab. Durch dieses Konzept ermöglicht es den Veranstalter des Tollwood kulturelle Veranstaltungen und ökologische Projekte zu finanzieren und über 70 Prozent der hauseigenen Veranstaltungen zu freiem Eintritt anzubieten.

Circus Oz bietet 4- Gänge-Menü mit Varieté

Auch in diesem Jahr bietet das Tollwood wieder eine Menge Performances, Shows, Theaterstücke, Comedy und Auftritte von Zauberkünstlern und Artisten an. Mit dabei ist die Compagnie Circus Oz aus Melbourne, die mit ihrer Show „ModelCitizens“ (dt. Vorzeigebürger) im Grand Chapiteau gastieren. Circus Oz ist ein alter Bekannter auf dem Festival, bereits 1994 waren die Australier schon zu Besuch.  Zuschauer haben die Chance an einem 4-Gänge-Menü inklusive Varieté-Vorstellung von Circus Oz teilzunehmen. Auf dem Speiseplan stehen Tartar vom Wintergemüse, Karotten-Mandarinen-Süppchen, Rinderroulade, Grünkernrisotto und Vollmilch-Akazienmousse-Törtchen.

Alternativer Christkindlmarkt

Das Winter-Tollwood hat sich mittlerweile zu einem Alternativen Christkindlmarkt in München etabliert. Während das Sommer-Tollwood im Olympiapark entspannte Sommerabende einläutet, finden selbst verspätete Schenker auf dem Winter-Tollwood passende Last Minute Weihnachtsgeschenke. Die Waren sind handgemacht, individuell und möglichst fair gehandelt. Darüber hinaus versteht sich das Tollwood auch als Forum für Ökologie und Umweltbewusstsein. Bekannte Aktivisten, Politiker und Unternehmer sprechen hier regelmäßig auf Podiumsdiskussionen. Jedes Halbjahr wird zudem ein bekannter Künstler mit einer großen Installation am Eingang vertreten. In diesem Jahr ist es der britische Künstler Adam Stubley mit einem acht Meter hohen Lichterbaum mit Sternschnuppen im Baumkranz.

Bildmaterial © The Dream Engine

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